100 Pro Reanimation – Leben retten kann jeder

Hallo zusammen,

keiner wünscht es sich, aber Jedem kann es passieren. Ihr geht über die Straße und bemerkt einen blassen, kränklich aussehenden Mann. Noch bevor Ihr Fragen könnt, ob es ihm gut geht, bricht er vor Euren Augen zusammen. Was könnt Ihr jetzt tun? Auf jeden Fall gilt: nicht wegschauen, sondern helfen – und zwar am besten sofort! Um Euch die Angst davor zu nehmen, Fehler zu machen, hat die Deutsche Stiftung Anästhesie ein paar Faustregeln aufgestellt, die leicht zu merken sind.

Schritt 1

Prüft zunächst, ob der Mann ansprechbar ist, auf irgendeine Weise reagiert oder atmet.

  • Versucht ihn „wach zu rütteln“,
  • Sprecht ihn direkt an „Hallo, hören Sie mich?“.
  • Als nächstes prüft Ihr die Atmung. Beugt Euch über den Mann legt Euer Ohr nah an seinen Mund und beobachtet ob sein Brustkorb sich hebt oder senkt.

Reagiert der Mann nicht? Atmet er nicht? Dann ist er wahrscheinlich bewusstlos und Ihr fahrt fort mit dem zweiten Schritt.

Schritt 2

Hilfe rufen!

  • Wählt die 112,
    • Wo seid Ihr? Nennt Euren Standort!
    • Wie viele Leute sind betroffen? In unserem Fall ein Mann.
    • Was ist passiert? Der Mann fiel um, reagiert und atmet nicht (seit wann?).

Sobald der Notruf abgesetzt wurde, fahrt Ihr fort mit dem dritten und letzten Schritt.

Schritt 3

Mindestens 100 Mal pro Minute drücken!

  • Verschafft euch Platz, öffnet ggf. das Hemd des Mannes.
  • Sucht die Mitte des Brustkorbes.
  • Drückt mindestens 100 Mal pro Minute fest und schnell die Mitte des Brustkorbes. Das klingt unheimlich viel, ist aber wirklich gut zu schaffen.
  • Hört erst damit auf, wenn die Hilfe eintrifft und Euch dazu auffordert.

 

100Pro_Kurzanleitung

Nochmal kurz und knapp:

1. Prüfen, 2. Rufen, 3. Drücken (mindestens 100 Mal pro Minute)

In Situationen, wie bspw. bei einem plötzlichen Herzinfarkt, ist es besonders wichtig, dass zwischen dem Auftreten der ersten Probleme und der Hilfe so wenig Zeit wie nötig verstreicht. Denn je früher geholfen wird, desto wahrscheinlicher kann Herzgewebe gerettet werden, welches sonst unwiderruflich zerstört werden würde. Deswegen ist Reanimation 100 pro so hilfreich. Kurz und knapp wird das wichtigste ins Gedächtnis gerufen, so dass auch wir Laien in Notsituationen helfen können.

Weitere Informationen zu Reanimation 100 pro und insbesondere zur Deutschen Stiftung Anästhesie, findet Ihr hier:

http://www.100-pro-reanimation.de/

 

www.stiftung-anaesthesie.de

 

Bleibt gesund!

Euer Matic

 

4 Kommentare zu 100 Pro Reanimation – Leben retten kann jeder

  • Max

    Schöner Artikel! Hier wären Infozettel sicher auch eine hilfreiche Sache, denn gerade in solchen Extremsituationen kann ein blackout folgenreich sein…

  • Apotheker

    Sehr wichtig dieser Artikel, ich finde das viel zu wenig Menschen darüber bescheid wissen, was im Ernstfall zu tun ist, deswegen sollte man dies Information weiter Teilen. Wir überlegen ob wir nicht auch solch einen Artikel bei uns im Blog posten um unsere Kunden darauf hinzuweisen.

    Gruß Jana

  • Mara

    Eigentlich denkt man ja, dass solche Infos zur Allgemeinbildung gehören sollten. Aber jeder, der einmal ein Erste-Hilfe Seminar besucht hat, weiß, wie schnell das Wissen wieder verloren geht. Denn wie oft kommen wir in unserem Alltag schon in die Situation einem Mitmenschen in einer lebensgefährlichen Lage Hilfe zu leisten? Tja, und wenn es dann einmal passiert, ist man natürlich längst schon „aus der Übung“. Mit meist tragischen Folgen. Deshalb Daumen hoch für Ihren informativen Überblick. Ich selber warte allerdings immer noch auf regelmäßige praktische Schulungen in denen Lebensrettungsmaßnahmen einfach immer wieder geübt werden. Verpflichtend für jeden.

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