Spezial: Anaphylaxie

Hallo nochmal,

auch wenn ich heute schon einen Artikel gepostet habe, möchte ich Euch dennoch auf eine besonders gefährliche Form der allergischen Reaktion aufmerksam machen: die Anaphylaxie.

Erste Alarmsignale für eine drohende Anaphylaxie sind Juckreiz in Handflächen und Fußsohlen, ein Prickeln im Mund- und Rachenraum sowie Hitzegefühle oder -wallungen. Schlimmer ist es schon, wenn Ihr bereits erste milde Symptome einer Anaphylaxie zeigt, wie z.B. Nesselfieber, Ausschlag, Quaddeln, Schwellungen um Lippen und Augen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Krämpfe, Kopfschmerzen, Heiserkeit, Husten und Kurzatmigkeit sowie vermehrter Harn- und Stuhldrang. Lebensbedrohlich wird es, wenn schon so schwere Symptome auftreten, wie z.B. Atemnot oder starke Atemgeräusche, ein Anschwellen der Zunge oder des Rachenraumes, stetiges Erbrechen und/oder Durchfall, Bewusstseinstrübungen, starke Blutdruckabfall bis hin zur Bewusstlosigkeit oder Herz-Kreislauf- und Atemstillstand.

So ein anaphylaktischer Schock kann kurz nach dem Kontakt mit dem Allergen auftreten oder erst Stunden später. Wichtiges Kriterium ist, dass der ganze Körper von dieser lebensbedrohlichen Situation betroffen ist (Haut, Atemwege, Herz-Kreislauf, Magen-Darm-Trakt). Es tritt also nicht nur ein Symptom auf, sondern mehrere gleichzeitig. Es sind häufig Lebensmittel, Insektengifte, Medikamente und Naturlatex, die einen anaphylaktischen Schock auslösen. Charakteristische Merkmale sind außerdem eine schnelle Verschlechterung des Zustandes bis hin zu möglicherweise lebensbedrohlichen Beschwerden (Atemstillstand, Blutdruckabfall, Herzstillstand). Eine Anaphylaxie ist daher ein medizinischer Notfall und muss sofort fachärztlich begutachtet und behandelt werden! Also führt bitte keine Eigendiagnose durch, sondern macht Euch auf dem schnellsten Weg auf zu Eurem Allergologen oder Eurer Allergologin. Bei lebensbedrohlichen Beschwerden solltet Ihr umgehend den Rettungsdienst über die 112 rufen!

Wenn jemand schon einen anaphylaktischen Schock erlitten hat, kann es sinnvoll sein, immer ein Notfallset dabei zu haben. In Deutschland bestehen diese meistens aus drei bis vier Medikamenten: Adrenalin in Form eines Autoinjektors, ein so genanntes ß2-Mimetikum (bronchienerweiterndes Spray bei akuter Atemwegsproblematik), ein Antihistaminikum zur Bekämpfung allergischer Reaktionen sowie Kortison, um Spätfolgen zu vermeiden.  Dass auch Weltreisen mit starken Allergien möglich sind, zeigt uns eine Frau aus Essen, die sich mit einer Erdnussallergie und dem passenden Notfallset auf Weltreise begibt.

Weitere Informationen findet Ihr u.a. auf folgenden Websites, auf denen ich fleißig recherchiert habe:

Bleibt gesund!

Euer Matic

1 Kommentar zu Spezial: Anaphylaxie

  • Hendrik

    Aufschlussreicher Post. Kann nicht schaden, sich mit der Thematik genauer auseinander zusetzen. Werde auf jeden Fall weitere Artikel im Auge behalten.

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