Mobile Datenerfassung im Rettungsdienst

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle ja schon einmal über den Einsatz von Telemedizin im Rettungsdienst berichtet. Heute möchte ich Euch wieder über ein Thema aus dem Bereich “Rettungsdienst” informieren.

Schon vor 5 Jahren hat der Rettungsdienst des Kreises Paderborn in Ostwestfalen als erster Rettungsdienst den Einsatz der so genannten Mobilen Datenerfassung, oder kurz MDE, eingeführt.

“Was ist denn die MDE?”, werdet Ihr Euch jetzt fragen. Die MDE ist ein innovatives Element, das dazu beiträgt, die Qualität der Patientenversorung im Rettungsdienst weiter zu steigern. Innovativ? Klingt gut. Verbesserung der Patientenversorgung? Klingt noch besser. Aber was steckt genau dahinter?

Mit der mobilen Datenerfassung wird das Protokoll, das der Rettungsassistent bei jedem Rettungsdiensteinsatz erstellen muss, mit Hilfe eines Notebooks direkt im Rettungswagen ausgefüllt. Dies hat den Vorteil, dass die Daten zur Erkrankung und Behandlung der Notfallpatientinnen und -patienten digital vorliegen und dazu noch leserlich sind :-) . Das ist kein Scherz, die Leserlichkeit der Daten ist sehr wichtig. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass es recht schwierig ist, in einem fahrenden Auto so leserlich zu schreiben, dass die Informationen bei der Patientenübergabe im Krankenhaus von den Pflegern, Schwestern und Ärzten/Ärztinnen zweifelsfrei und schnell erfasst werden können. Mit der MDE besteht die Möglichkeit, das digital erfasste Protokoll dem aufnehmenden Krankenhaus vorab zu faxen. In dem Fall kann das Krankenhaus alle erforderlichen Vorbereitungen treffen, so dass der Betroffene direkt optimal weiterversorgt werden kann. Außerdem tragen die digital erfassten Daten zur Qualitätssicherung bei. Die Daten liegen im Computer vor. Sie können leicht ausgewertet werden. Auf diesem Weg kann festgestellt werden, ob Abläufe verbessert werden müssen, damit die Patientinnen und Patienten noch besser versorgt werden.

Im Kreis Paderborn ist die Mobile Datenerfassung inzwischen in den Rettungsdienst-Alltag soweit integriert worden, dass die Einsatzdaten bei einer Alarmierung automatisch auf das Notebook übertragen werden. Andere Rettungsdienstbereiche haben sich den Kreis Paderborn zum Vorbild genommen und setzen ebenfalls eine Mobile Datenerfassung ein.

Ihr seht, der Einsatz der mobilen Datenerfassung birgt tolle Vorteile für die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Sie beginnen bei der Alarmierung des Rettungsdienstes, setzen sich bei der Übergabe im Krankenhaus fort und fließen sogar in die Qualitätssicherung des Rettungsdienstes ein, so dass zukünftige Einsätze noch besser ablaufen.

Weiterführende Informationen:

 

Bleibt gesund!

Euer Matic

2 Kommentare zu Mobile Datenerfassung im Rettungsdienst

  • Ole

    Endlich mal ein guter Post, besten Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Generell finde ich diesen Blog leicht zugaenglich.

  • ED Deutschland

    Hallo. Bin mittlerweile das dritte mal auf Eurer Seite zu Besuch und hab ein paar Berichte von Euch gelesen. Aus diesem Grund einen ganz lieben und lobvollen Gruss für Euch. Es ist schön das es noch Blogs gibt, die nicht mit Werbung überfüttert, sondern mit sinnvollen Informationen gespickt sind. Macht weiter so.

    Gruss Andrea M. aus Stuttgart

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